5i50 Ironman Maastricht


Am letzten Wochenende haben wir den Ironman 5i50 in Maastricht besucht. Hierbei handelt es sich um eine klassische olympische Distanz die Zahl 5150 bezieht sich auf die hierbei insgesamt zu bewältigenden 51,5 km Renndistanz. Das Ganze besteht aus 1,5 km Schwimmen, 40 km Rad und nochmal 10 km Laufen. 

 

Von 2015 bis zum Jahr 2018 wurde in Maastricht noch ein “richtiger” Ironman über die volle Distanz ausgetragen, in diesem Jahr allerdings durch eine Kurzdistanz ersetzt. Ob es im kommenden Jahr wieder eine Langdistanz geben wird, ist laut Veranstalter noch nicht abschließend entschieden.

 

Maastricht ist eine tolle Stadt. Wir haben dort Verwandte und daher beschlossen, die Gelegenheit beim Schopfe zu packen und uns für die “Olympische” anzumelden  eine Langdistanz wird trainingstechnisch einfach niemals drin sein.

 

Außerdem ist die Anreise aus dem Ruhrgebiet mit 1:50 h noch erträglich, so dass wir gut erst am Morgen des Rennens anreisen konnten. Daher waren wir schon kurz vor 10 Uhr da, bekamen einen Parkplatz im Parkhaus direkt unter dem Eventgelände (21€ pro Tag) und hatten noch genügend Zeit, in aller Ruhe die Registrierung aufzusuchen, das Rad einzuchecken und uns mit den Wegen in und aus der Wechselzone vertraut zu machen.

Die Registrierung und auch die Expo fanden in einer alten, zum Eventhaus umgebauten Kirche statt, der Rebelle in der Altstadt. Ziemlich stylisch! 

Generell ist so ein Rennen unter der Ironman Flagge schon nett, auch wenn es sich “nur” um einen 5i50 handelt. Überall die bekannten M-Flaggen, eine große Wechselzone mit Wechselbeuteln und -zelten und der U-förmige Zieleinlauf unter Scheinwerfern... das kannte ich bis dahin nur aus dem Fernsehen und war somit schon vorher, beim Besichtigen der Strecke, einigermaßen beeindruckt.

 

Das Schwimmen in der Maas lief ganz gut, ein Hoch auf den Rolling-Start. Kein Gedränge und kaum Strömung ließ die Athleten die erste Disziplin gut bewältigen außerdem hatte das Wasser keine 22 Grad, wir durften daher im Neo ran.

Die Wechsel liefen auch super, es gab keine verworrenen Laufwege – alles war klar strukturiert. Allerdings rate ich trotzdem jedem Erst-Täter, sich vorher mit den Laufwegen vertraut zu machen. Gerade bei einer größeren Veranstaltung und in der Hitze des Gefechts mit einem Puls von 190 den richtigen Wechselbeutel-Ständer zu finden, kann durchaus mal zum Abenteuer werden. Da fällt es viel leichter, wenn man sich den Laufweg vorher schon mal angeschaut und eingeprägt hat.

 

Tja, und dann das Radfahren... eigentlich meine Lieblingsdisziplin! Da muss ich ja zugeben, die Strecke habe ich unterschätzt! Zum einen gibt es um Maastricht rum erheblich mehr Hügel, als ich mir vorher ausgemalt hatte und zum anderen... diese Holländer... Hammer!

Laut Rennauswertung lag der Durchschnittswert aller Teilnehmer bei über 41 (!!) km/h ...im Schnitt!!!

 

Das Niveau auf dem Rad war also unheimlich hoch und hat mich (mal wieder) dazu verführt, schon beim ersten 3 km langen Anstieg dranbleiben zu wollen.... was ein Fehler war! Also beim Biken schon bei der ersten Steigung überzockt und dann später beim Laufen die Quittung erhalten. 

 

Inzwischen waren auch gut 28 Grad Lufttemperatur erreicht und Schatten gab es auf der Laufstrecke so gut wie keinen. Zwischenzeitlich bin ich zugegebenermaßen ziemlich auf dem Zahnfleisch gegangen, konnte aber glücklicherweise zum Ende, vielleicht ab Kilometer 7, doch noch meinen Rhythmus finden, und Richtung Ziel lief es wieder etwas besser.

Daher konnte ich  zumindest auf den letzten Kilometern  die mitten durch die Altstadt führende Laufstrecke, die Anfeuerungen der lokalen Zuschauer und auch den unglaublich coolen Zieleinlauf doch noch etwas genießen. Und das  auch hier ganz Ironman-like  mit Böllern und Rauchkanonen... sogar noch für den 450. Platz!

 

Für alle, die es (aus welchen Gründen auch immer) nicht so bald in Aussicht haben, an einem "richtigen" Ironman teilnehmen zu können  schaut euch mal ein kleineres Rennen der großen Veranstalter an. Maastricht zumindest war ein klasse Event, bei dem man die Möglichkeit bekommen hat, auch auf einer kürzeren Strecke den Spirit der großen Serie ein klein wenig zu spüren.

 

Ich kann euch versprechen, das fixt einen noch mehr an und hat sich definitiv gelohnt! ;-)

 

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